Die gestern veröffentlichen Angaben stellen das große Wachstum des Weltdevisenmarktes heraus und zeigen, dass Japan beim Versuch, das Wachstum des Yen anzuhalten, eine größere Herausforderung bevorsteht, als 2004.
Der letzte Dreijahresbericht der Bank für internationale Zahlungsausgleich zeigt, dass die Austausche zwischen US-Dollar und japanischem Yen zwischen April 2004 und April 2010 fast verdoppelt wurden. Dies hat einen raschen Aufschwung auch des durchschnittlichen Tagesumsatzes verzeichnen lassen, der zu 570 Mrd. Dollar – gegen 330 Mrd. im Jahre 2004 – gekommen ist.
Es ist nun tatsächlich schwieriger den Devisenhandel zu verwalten und zu manipulieren, genau weil er gewachsen ist. Inzwischen ist Tokio unter Druck, um das Wachstum des Yen zu bremsen. Der Dollar ist während der letzten Woche gegenüber dem Yen auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren gesunken.
Ein zu starker Yen ist eine schlechte Nachricht für die japanische Wirtschaft, die seit immer eine Top-Exportwirtschaft ist. Z.B. hat der Präsident der Suzuki erklärt, dass die Kraft des Yen eine deutliche Auswirkung auf den Umsatz des japanischen Motorradunternehmens habe und, dass die Schätzung des Yen-Wechselkurses außer Kontrolle sei.
Premierminister Naoto Kann hat erklärt, dass die Regierung sich stark gegen das Wachstum des Yen einsetzen werde, sobald das nötig sein wird.
Wegen des raschen Zuwachses des Devisenmarktes sollte allerdings jede Intervention zum Verkauf des Yen weit größer als die 35 Trillionen Yen – etwa 420.000 Mio. Dollar – sein, die zwischen 2003 und 2004 verkauft wurden, um dauerhafte Auswirkungen zu zielen.
Das Wachstum des Devisenmarktes macht es unentbehrlich, dass jede Intervention in Zusammenarbeit mit anderen Ländern geführt wird, um Erfolgschancen zu erhöhen. Das scheint aber unwahrscheinlich, weil ein schwacher Dollar, der die Exportwirtschaft verstärkt, dem langsamen Aufschwung der USA hilft.
Japan sollte also allein handeln, weil jede Kooperation der USA in diese Richtung ausgeschlossen werden kann.








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